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19. April: OSTERBRUNNENFAHRT DER SENIOREN

Das Ziel der Seniorenfahrt im April waren Osterbrunnen der Region Amberg/Sulzbach. Neben der Fränkischen Schweiz ist diese Gegend besonders bekannt für das Schmücken der Dorfbrunnen zum Osterfest. Den ersten schönen Osterbrunnen erblickten die Mitfahrenden aber schon in Zeitlarn, wo wir sechs Gäste aus unserer Nachbarpfarrei abholten. Dieser Tagesauflug hatte im Grunde drei Höhepunkte: Der erste war der Sonnenschein, der uns den ganzen Tag lang begleitete und die Herzen erfreute. Der zweite war der prächtige Osterbrunnen und die gesamte Anlage in der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Mit insgesamt 15.000 echten und handbemalten Eiern gestaltet ein Verein einen kleinen Garten mit einem großen Brunnen österlich. Nach einer Einkehr zum Mittagessen steuerte die Gruppe zum dritten Höhepunkt des Tages: Eine Begegnung mit dem ehemaligen Pfarrer Josef Irlbacher und der Besichtigung des Kräutergartens in seiner neuen Pfarrei Schnaittenbach. Nach einer kurzen Führung durch den Chef des Gartens lud Pfarrer Irlbacher alle Gäste zu Kaffee und Kuchen ein. Gestärkt in Seele, Geist und Körper trat die Seniorengruppe die Heimreise an und blickt zurück auf einen erlebnisreichen Ausflugstag.

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-- DIE FEIER DER HEILIGEN WOCHE --

 

1. April: PALMSONNTAG - Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem

Mit der Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem begann die Heilige Woche. An der Aussegnungshalle versammelten sich viele Kinder, Familien, Frauen und Männer, um in der Segnung der farbenfrohen Palmbuschen an den Palmsonntag zu denken. Drei Kommunionkinder sprachen Huldigungsrufe an Christus und die Gemeinde verehrte den einziehenden König mit Gesang und Jubelrufen wie damals die Menschen in Jerusalem. In einer kleinen Palmprozession durch den Friedhof zog die Gottesdienstgemeinde zum Festgottesdienst in die Pfarrkirche. Da über 70 Kinder den Gottesdienst mitfeierten, wurde die Passionsgeschichte nicht vorglesen, sondern kindgerecht vermittelt. Die Kinder versammelten sich in einem Sitzkreis und bekamen eine "Passionsblume". In sechs verdeckten Blütenblättern ist die Leidensgeschichte Jesu in Bildern verborgen. Der Reihe nach erklärte Pfarrer Lautenbacher das Leiden Jesu und öffnete eine Blüte nach der anderen. Die Erstkommunionkinder bekamen an diesem Tag auch ihre Kreuze überreicht, die vorher gesegnet und dann umgehängt wurden.

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3. April: DIENSTAG DER KARWOCHE - Betrachtung der Sieben Worte Jesu am Kreuz

Gemeindereferentin Simone Berzl betrachtete am Dienstag in der Karwoche mit einer kleinen Gruppe von Gläubigen die Sieben Worte, die Jesus vor seinem Tod am Kreuz gesprochen hatte. In kurzen Betrachtungen, Gebetsabschnitten und Gesängen versenkten sich die Mitfeiernden in die letzten Stunden Jesu. Seine Sieben Worte, die uns die vier Evangelisten überliefern, sind Ausdruck und Zusammenfassung seines ganzen Lebens, seiner Botschaft vom Reich Gottes. "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." - "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." - "Siehe, deine Mutter - Siehe, dein Sohn." - "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" - "Ich bin durstig." - "Es ist vollbracht." - "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist."

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4. April: MITTWOCH DER KARWOCHE - Begrüßung der Heiligen Öle

Jeder Bischof weiht in der Karwoche die Heiligen Öle für seine Diözese. So hat auch Bischof Gerhard Ludwig am Montag die Hl. Öle für die Sakramente im Dom St. Peter geweiht. An diesem Mittwoch durften wir die Zeichen der Nähe Gottes feierlich in unserer Pfarrgemeinde begrüßen. Bei der Abendmesse lud Pfarrer Marcus Lautenabcher die Mitfeiernden ein, wieder einmal ganz bewusst über die Botschaft der Salbung in den Sakramenten nachzudenken. Zuerst wurde der CHRISAM begrüßt: Dieses Olivenöl mit Balsam wird in unserer Pfarrei vor allem bei der Taufe verwendet. Jeder Täufling wird auf der Stirn gesalbt und damit untrennbar mit Christus, dem Gesalbten, verbunden. Auch bei der Firmung und der Priesterweihe wird der CHRISAM verwendet. Das zweite Öl in der Pfarrei Irlbach ist das KRANKENÖL. In der Feier der Krankensalbung wird dem Kranken die Nähe und der Beistand Gottes besonders zugesprochen. Seit dem Beginn unserer Kirche ist es Tradtition, die Kranken mit Öl zu salben.

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5. April: GRÜNDONNERSTAG - Feier vom Letzten Abendmahl  //  Ölbergwache

Mit etwa 110 Gläubigen feierte Pfarrer Marcus Lautenbacher das Gedächtnis an das Letzte Abendmahl. Beim feierlichen Gloria ertönten zum letzten Mal die Glocken und die Orgel, die bis zur Feier der Auferstehung nun schweigen als Zeichen des Todes und der Trauer. In seiner Predigt zum Gründonnerstag ging Pfarrer Lautenbacher auf den Neustart des Films "Titanic" im Kino ein, der genau an diesem Tag stattfand. Weil vor genau 100 Jahren die Titanic gesunken ist, kommt der alte Film überarbeitet mit neuer Technik wieder ins Kino. Besonders das bekannte Lied "My heart will go on" war das Zentrum des Nachdenks. Aus dem Song leitete der Prediger drei zentrale Sätze ab, die auch ein Glaubensbekenntnis zu Christus in der Eucharistie sein können: "In der Eucharistie sehe ich dich, fühle ich dich!" - "In der Eucharistie, ob nah oder fern, bist du bei mir!" - "In der Eucharistie bist du mir ganz nahe und ich brauche vor Nichts Angst zu haben!" Als symbolischen Akt und in Erinnerung an die Fußwaschung beim Letzten Abendmahl wuschen Gemeindereferentin Simone Berzl und Pfarrer Marcus Lautenbacher den Mitfeiernden die Hände. Am Ende des Gottesdienstes wurde das Allerheiligste in die Marienkapelle übertragen und die Kirche leer geräumt als Zeichen des Todes Jesu. Etwa 30 Gläubige verharrten dann noch eine knappe Stunde in der Apsis zu einer Ölbergwache. Gemeindereferentin Simone Berzl gestaltete die Gebetszeit mit Impulsen, Gesängen aus Taize, Stille und Gebeten. In einer meditativen Athmosphäre konnten die Mitbetenden gedanklich am Ölberg dabei sein.

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6. April: KARFREITAG - Feier vom Leiden und Sterben des Herrn

Die Christen weltweit feiern am Karfreitag das Gedächtnis an das Leiden und Sterben Jesu. Die Heiligte Schrift überliefert, dass Jesus um die "neunte Stunde" am Kreuz starb, das ist nach unserer Zeitrechung 15.00 Uhr. Darum beginnen in den meisten Pfarreien die Feiern zum Karfreitag um diese Uhrzeit, so auch in Irlbach. Die Liturgie des Karfreitags ist eine ganz besondere und einmalig im ganzen Kirchenjahr. So beginnt sie mit einer längeren Gebetsstille in Trauer und Trostlosigkeit. In der stillen Versenkung denken wir an das Sterben Jesu vor fast 2000 Jahren in Golgotha. Der erste Teil der Feier ist geprägt durch das Hinhören auf das Leiden Jesu in seiner Lesung und der Leidensgeschichte. Im zweiten Teil sind alle eingeladen, dieses Gehörte umzusetzen und den gekreuzigten Herrn anzubeten und zu verehren. Dazu trat jeder Gläubige vor das feierlich hereingetragene Kreuz und verehrte Jesus durch eine Kniebeuge. Zuvor wurde ein siebenarmiger Leuchter vor das Kreuz gestellt und in sieben Anrufungen jeweils eine Kerze entzündet. Diese Symbolik soll daran erinnern, dass Jesus am jüdischen Pascha-Fest gestorben ist und er selbst Jude war. Nach der Kreuzverehrung betrachtete Pfarrer Marcus Lautenbacher mit den Anwesenden ein modernes Kreuzigungsbild des Pfarrers und Malers Sieger Köder. Den Abschluss der Karfreitaqgsliturgie bildeten die Großen Fürbitten, wo alles Leid und alle Bitten der Welt durch den Gekreuzigten vor Gott gebracht werden. In Stille endete die Feier so, wie sie begonnen hatte. Mit Gesängen wie "O Haupt voll Blut und Wunden", "Adormamus te" oder "Schau hin nach Golgotha" gestaltete der Kirchenchor die Liturgie in besonders festlicher Weise mit.

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7. April: KARSAMSTAG - Tag der Grabesruhe des Herrn

Jesus ist tot! Jesus ist wirklich tot! Diese Aussage gehört untrennbar zu unserem Glauben dazu - und deshalb ist der Karsamstag ein wichtiger Tag im Kirchenjahr. Leider geht er bei den allermeisten Christen unter, weil es zur Grabesruhe Jesu keinen eigenen Gottesdienst gibt. Doch ohne einen echten, durchlebten Tod könnte es auch keine Auferstehung geben. Darum ist das stille Gebet am Heiligen Grab ein wichtiger Teil in der Gesamtfeier dieser Tage. Unter dem leeren Tabernakel ist auch in diesem Jahr das Grab Jesu aufgebaut worden. Der Tabernakel ist leer, weil Christus tot ist. Den Tag über kommen immer wieder Gläubige und verharren in Andacht und Stille vor dem Grab. Das Gedächtnis des Todes und der Trauer sind Teil unseres Lebens und auch unseres Glaubens!

heiliges grab
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8. April: OSTERSONNTAG - Hochfest der Auferstehung des Herrn

Mit rund 700 Gläubigen hat Pfarrer Marcus Lautenbacher das Hochfest der Auferstehung des Herrn gefeiert. Am Samstag Abend begingen mehrere hundert Mitfeiernde die Ostervigil. Im Hinhören auf die Heilsgeschichte Gottes mit uns Menschen, beginnend bei der Schöpfung, über den Durchzug durch das Rote Meer und die Botschaften der Propheten, wurde in Erinnerung gerufen, wie Gott sein Heil wirkt. Am lodernden Feuer wurde die Osterkerze entzündet und in die dunkle Kirche getragen. Durch das Verteilen des Osterlichtes wurde das Dunkel vertrieben und das Licht des Lebens breitete sich aus. Im feierlichen Osterlob wurde Gott für seine großen Taten gepriesen. In seiner Osterpredigt stellte Pfarrer Lautenbacher das Osterei in den Mittelpunkt. Drei wichtige Botschaften könne man aus dieser alten Tradition ableiten: Das klassische Osterei ist rot für die Liebe, die Gott uns gerade durch die Auferweckung seines Sohnes gemacht hat. Beim Brauch des "Eier-Peckens" werden zwei Eier aneinandergestoßen und die Schale bricht. So gibt es auch in unserem Leben immer wieder Brüche und Scherben. Ostern sagt uns: Gott hat alle menschlichen Brüche in Christus ans Kreuz getragen und in der Auferstehung überwunden. Auch der Brauch des Ostereier-Suchens kann uns etwas sagen: Unser ganzes Leben lang sind wir Menschen auf der Suche - nach Erfolg, Sinn, Glück, Liebe. Doch wirkliche Erfüllung finden wir nicht in dieser Welt, sondern nur durch Ostern, durch Christus. Nach der Predigt wurde das Wasser gesegnet und alle Gläubigen kamen nach vorne und bekreuzigten sich mit dem Osterwasser in Erinnerung an die Taufe.

Am Ostersonntagmorgen feierten ebenfalls mehrere hundert Gläubige einen Festgottesdienst zum Ostertag mit. Am Ende der beiden Gottesdienste wurden die traditionellen Osterspeisen gesegnet. Der Frauenbund hatte auch heuer wieder die gefärbten Eier spendiert und beim Hinausgehen wurde jedem Mitfeiernden eines geschenkt.

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